Juli 30, 2008
· Gespeichert unter In McLeod Ganj
Das Jahr geht nun wirklich zu Ende. Gestern war ich das letzte Mal in meiner Schulklasse, heute hatte ich meine letzten guided tours und morgen ist ueberhaupt mein letzter Arbeitstag. Mein Endbericht ist bereits auf dem Weg zum Ministerium und meine Familie schon fast bei mir. Es war ein unvergessliches Jahr, das auf jeden Fall. Ich habe viel gelernt, gesehen und entdeckt – sowohl rund um mich herum als auch (vorallem) an mir selbst.
Angehaengt an diesen Eintrag ist das letzte Foto von meiner Schulklasse und mir, sowie mein Endbericht fuer die ganz Interessierten.

Endbericht Bernhard Siquans
Juli 28, 2008
· Gespeichert unter In McLeod Ganj
Meine endgueltig letzten Arbeitstage sind angebrochen. Vorerst gilt noch business as usual und ich halte nach wie vor guided tours und besuche meine Schulklasse. Dennoch ist es anders. Denn diesesmal fuehre ich die Gruppe mit dem Wissen, dass es das letzte Mal ist, durch unsere Papiermanufaktur und ich werde morgen auch das letzte Mal in meine Schulklasse hineinmarschieren.
Sicherlich werde ich es vermissen. Aber jetzt freue ich mich auch schon auf Familie, Freunde, Ladakh, Weinviertel, Oberoesterreich und was sonst noch alles komen mag.


Juli 25, 2008
· Gespeichert unter In McLeod Ganj, Veranstaltungen
Wie wahrscheinlich nur den ganz aufmerksamen aufgefallen ist, habe ich noch nicht vom letzten Dienstag berichtet, an dem ja die zweite Runde des Filmfestivals von statten ging. Grund dafuer ist, dass es mich am Dienstag ziemlich erwischt hat und gegen abend mein Fieber ziemlich rasant anstieg.
Ich habe es aber gerade noch geschafft, die wieder zahlreich erschienenen Leute zu begruessen, ein paar Eroeffnungsworte und eine Entschuldigung, fuer mein badiges Verschwinden zu verlautbaren. Kurz nach Filmbeginn begab ich mich in meine Gemaecher und war mir bereits sicher, dass mein Schaedel das Ereignis des nach Paul von Hindenburg benannten Luftschiffs nachahmen werde. Doch ich hatte Glueck und das Disaster von 1936 wiederholte sich kein zweites Mal, dafuer beschloss mein Magen sich in Reckturnen zu ueben. Ohne jetzt in Details gehen zu wollen, kuerze ich es ab mit – es war keine angenehme Nacht.
Foto gibt es dieses Mal leider keines vom Festival, und bevor irgendjemand fragt – nein, auch nicht von meinen naechtlichen Windungen des Graeuel und Schmerzes.
Aber ich habe mir sagen lassen, dass es wieder ein voller Erfolg war… das Filmfestival.
Juli 20, 2008
· Gespeichert unter Heimat, sonstiges
Ich verfolge ja hier in Indien ganz gespannt die Tour de France und darf die Wahnsinnsleistung vom Berni Kohl (gebuertiger Wolkersdorfer) miterleben. Er war ja nach einer bisher starken Leistung auf Rang zwei in der Bergwertung und Platz vier in der Gesamtwertung um das gelbe Trikot.
Nach der bislang unglaublichsten und spannendsten Etappe, welche auch die erste in den Alpen war, ist das Unglaubliche noch unglaublicher geworden. Berni Kohl hat eine unglaubliche Leistung dargeboten und sich in seiner Favoritengruppe als heute staerkster erwiesen. Er radelt als fuenfter ins Ziel und somit ins Bergtrikot (erster in der Bergewertung) und auf den zweiten Rang des Gesamtklassements.
Ich bin ganz hin und weg, packs grad gar nicht und habe gleich mein letztes Wieselburger aufmachen muessen, um wieder ein bisschen runterzukommen. Aber dem nicht genug. Nachdem ich noch immer voller Motivation war, bin ich um halb elf in der Nacht zu meinem Radl hier in McLeod Ganj gelaufen, welches seit vielen Monaten, an die Strassenecke gelehnt, vermodert. Das schwere Mordsdrumm wurde dann kurzerhand mit viel Schweiss, wie man auch auf dem Bild noch sehen kann, auf meinen Balkon gehieft. Nach kurzer Dekoration noch ein Foto geschossen und mit vielen Glueckwunschen an Berni Kohl in den Blog gestellt.
Bravo Berni, weiter so!!

Juli 17, 2008
· Gespeichert unter In McLeod Ganj, Veranstaltungen
Der erste Tag des Environmental Film Festival war, zu meiner Erleichterung, sehr erfolgreich. Meine lieben Arbeitskollegen machten zwar schon den ganzen Tag Witze, dass ich alleine heute dortsitzen werde, aber sie sollten nicht Recht behalten. Eine viertel Stunde vor offiziellem Beginn (das ist wahnsinnig frueh fuer Indien!!) trudelten ploetzlich immer mehr Leute ein und die aufgestellten Sessel fuellten sich.
Nach dem Screening der beiden Filme startete ich noch eine Diskussionsrunde, an der sich fleissig Leute aus aller Welt beteiligt haben. Sehr interessante Leute waren unter den Gaesten, wie zB auch ein spanischer Filmemacher oder zwei indische Maedls, die Environmental Engineering studieren, und so war die Diskussion umso interessanter. Ich habe sehr gutes Feedback bekommen und das macht natuerlich immer Freude.
Ich freue mich schon sehr auf naechste Woche!
