Dieser Blog ist stillgelegt, aber immer noch da.

In diesem Blog berichtete ich von meinem Auslandszivildienst in Dharamshala, der Exilheimat der tibetischen Exilregierung und des 14. Dalai Lama. Die Berichte sind von Sommer 2007 bis Sommer 2008 verfasst worden und implizieren beispielsweise auch Erfahrungsberichte der Situation in Dharamshala nach den gewaltsamen Protestniederschlagungen im Frühjahr 2008.

Es werden keine neuen Artikel mehr verfasst, aber du bist umso mehr eingeladen diese kleine Berichtesammlung zu lesen.

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Alles hat ein End, nur die Wurst hat zwei

Nun ist es wirklich soweit – es ist vorbei.

Mein letzter Tag in McLeod Ganj ist fast vorrüber und in schon 40 Minuten muss ich zu meinem Bus marschieren. Der letzte Tag war nicht mit Schlemmen und GutGehenLassen verplant, vielmehr mit hungrig sein und verabschieden. SH der Dalai Lama hat für den heutigen Tag einen zwölf-stündigen Hungerstreik für Tibeter und Solidaritätszeigende ausgerufen. Die Straßen waren leer und alle Tibeter waren entweder zuhause oder sind im Tempel gesessen – die Geschäfte und Restaurants geschlossen. So musste ich mir um eine Sache weniger Gedanken machen und drehte meine Abschiedsrunden. Die Kellner im Stammlokal, der nette Herr aus der Wäscherei, enge Freunde, die Vermieterin usw wurden verabschiedet. Ich realisiere es noch nicht jetzt von hier wegzugehen, aber eines spüre ich – es ist Zeit dafür.

Dies ist nun auch der letzte Beitrag auf bernindien und so nimmt die niedergeschriebene Geschichte meines Auslandsdienstjahres ein Ende. Ich fand es wirklich sehr schön, dass sich so viele für mein Treiben interessiert haben und immer wieder einmal auf dieser Seite vorbeigeschaut haben – danke!
Dieses neumoderne Zeug hat ja alle Spompanadl und so kann ich sehen, dass seitdem der Blog besteht, er knapp 29.000 Mal besucht wurde….unglaublich…da waren ein paar Leute aber neugierig. Na hoffentlich besteht auch noch ein bisserl Interesse, wenn ich dann auch wieder da bin.

McLeod Ganj adé – Weinviertel, ich komme!

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einmal Ladakh, aber dünn aufgschnittn bitte!

Jetzt ist ja wieder einige Zeit vergangen seit dem letzten Eintrag. Ich schiebe die ganze Schuld dafür auf meine Familie, die mich hier in Indien besucht hat. Am 2. August sind sie bei mir in Dharamsala angekommen und wir haben unser, doch ganz vielseitiges, Programm in zwei Tagen mit Teachings von SH Dalai Lama beendet. Gleich danach ging es auf Richtung Ladakh. Angenehm in vier Tagen sind wir von Dharamsala nach Manali nach Keylong nach Sarchu nach Leh getrudelt und die Fotoapparate von allen sind auf dieser sehr spektaktulären Strecke schon heißgelaufen.

In Leh angekommen hatten wir ein noch viel facettenreicheres Programm mit dem Besuch von vielen (zu vielen, Chrisi?) alten und teilweise sehr schönen Klöstern, einem 5-Tagestrek auf 5000m und einen mehrtägigem Aufenthalt im sehr beeindruckendem Nubra Tal, welches sich durch einige Besonderheiten, wie Berge links, Berge rechts und in der Mitte Sanddünen mit Kamelen auszeichnet. Ich denke bei dieser Reise war wirklich für jeden etwas dabei. Nach über drei Wochen intensivem Aneinanderpicken, freute sich dann aber wieder jeder aufs Nachhausekommen und ein bisschen Ruhe…zumindest habe ich das so vernommen.

Meine Familie ist dann am 22. August in aller Frühe von Leh nach Delhi geflogen, um dort noch ein bisschen etwas zu sehen, wie zB auch einen Ausflug nach Agra (Taj Mahal) zu machen. Der kleine Berni muss natürlich wieder anders sein und bleibt noch ein bisschen in Indien. Die derzeit wieder heftigeren Unruhen in Kaschmir haben meinem Plan, hintenrum Ladakh zu verlassen, einen Strich durch die Rechnung gemacht und so bin ich in einer 22 stündigen Busfahrt von Leh zurück nach Manali und am nächsten Tag in einer 12 stündigen Busfahrt von Manali nach Dharamsala zurückgefahren.

Ich genieße nun meine letzte Woche in Dharamsala in vollen Zügen und lasse es mir wirklich nur mehr gut gehen. Die Freude auf zuhause ist schon sehr groß und der Abschied von einigen sehr lieb gewonnenen Freunden hier rückt immer näher.

Kühlt das Bier, lasst den Rotwein atmen und haltet einen Platz beim Heurign für mich frei – ich komme bald wieder nachhause…

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Es geht zu Ende.

Das Jahr geht nun wirklich zu Ende. Gestern war ich das letzte Mal in meiner Schulklasse, heute hatte ich meine letzten guided tours und morgen ist ueberhaupt mein letzter Arbeitstag. Mein Endbericht ist bereits auf dem Weg zum Ministerium und meine Familie schon fast bei mir. Es war ein unvergessliches Jahr, das auf jeden Fall. Ich habe viel gelernt, gesehen und entdeckt – sowohl rund um mich herum als auch (vorallem) an mir selbst.

Angehaengt an diesen Eintrag ist das letzte Foto von meiner Schulklasse und mir, sowie mein Endbericht fuer die ganz Interessierten.

Endbericht Bernhard Siquans

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Letzte Arbeitswoche

Meine endgueltig letzten Arbeitstage sind angebrochen. Vorerst gilt noch business as usual und ich halte nach wie vor guided tours und besuche meine Schulklasse. Dennoch ist es anders. Denn diesesmal fuehre ich die Gruppe mit dem Wissen, dass es das letzte Mal ist, durch unsere Papiermanufaktur und ich werde morgen auch das letzte Mal in meine Schulklasse hineinmarschieren.

Sicherlich werde ich es vermissen. Aber jetzt freue ich mich auch schon auf Familie, Freunde, Ladakh, Weinviertel, Oberoesterreich und was sonst noch alles komen mag.

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